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Bald türkische Schulen in Deutschland?
Gula-EvineDatum: Montag, 29.03.2010, 21.14.59 | Nachricht # 1
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Nachrichten: 93
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ei ihrem Besuch in Ankara hat sich Bundeskanzlerin Merkel offen für türkische Schulen in Deutschland gezeigt. Keine Annäherung gab es beim Thema EU-Beitritt der Türkei.

Bundeskanzlerin Angela Merkel war am ersten Tag ihres Türkeibesuches in Ankara (29.03.2010) offensichtlich bemüht, eine friedliche Atmosphäre zu schaffen. Immerhin hatte die Forderung des türkischen Ministerpräsidenten Tayyip Erdogan, in

Deutschland türkische Schulen einzurichten, für aufgeregte Debatten gesorgt. Ebenso wie Merkels Beharren auf einer "privilegierten Partnerschaft" der Türkei. Im Sinne der Entspannung brachte Merkel als Gastgeschenk eine aus Ton gebastelte Friedenstaube mit.

Ohne Deutsch keine Integration

In dem Streit um türkische Schulen kam Merkel ihrem Amtskollegen denn auch ein Stück entgegen. Nach den zweistündigen Beratungen mit Erdogan sagte sie: "Wenn Deutschland Auslandsschulen in anderen Ländern hat, zum Beispiel in der Türkei, dann kann es natürlich auch die Türkei sein, die Schulen in Deutschland hat". Gleichzeitig pochte die Kanzlerin aber darauf, dass man nicht in Deutschland leben solle, ohne die deutsche Sprache zu beherrschen. Es gehe um Bilingualität. Dies sei die Vorraussetzung für gute Integration, so Merkel.

Die Assimilation, also die völlige Anpassung von Einwanderern sei dagegen kein Ziel der Bundesregierung, sagte die Kanzlerin mit Blick auf frühere Äußerungen Erdogans. Der türkische Ministerpräsident hatte bei einem Besuch in Deutschland vor zwei Jahren seinen Landsleuten zugerufen: "Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit."

Kritik für beide Seiten

Die türkische Gemeinde in Deutschland mahnte eine sachlichere Debatte über Integration an. Die Forderung nach türkischen Schulen in Deutschland würde die Bildungsproblematik türkischer Kinder nicht lösen und sei keine Alternative zum deutschen Schulsystem. Auf der anderen Seite seien die Äußerungen Merkels, Türken sollten Deutsch lernen, selbstverständlich und würden von keiner türkischen Organisation abgelehnt.

Divergierende Ansichten

Beim strittigen Thema EU-Beitritt der Türkei blieben Merkel und Erdogan bei ihren unterschiedlichen Standpunkten. Erdogan ist es offenbar gelungen, die EU-Debatte klein zu halten. Dies hatte er zuvor in einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" angekündigt. Merkel, die bekanntermaßen für eine "privilegierte Partnerschaft" der Türkei mit der EU ist, erklärte zwar, die Beitrittsverhandlungen würden fortgesetzt. Aber die Zypernfrage sei noch ungeklärt. Dafür müsse erst eine Lösung gefunden werden. Das EU-Mitgliedsland Zypern ist geteilt. Der Norden ist unter türkischer Kontrolle und Ankara hält die Häfen und Flughäfen für Schiffe und Flugzeuge aus Zypern geschlossen.

Erdogan fordert weiter die Vollmitgliedschaft in der EU für sein Land. Seine Regierungspartei AKP will in dieser Woche noch dem Parlament ein Reformpaket vorlegen, das die demokratische Entwicklung in der Türkei wie von der EU gefordert voranbringen soll. Es sieht vor, die Struktur des Verfassungsgerichtes zu verändern, damit politische Parteien künftig nicht mehr so leicht verboten werden können. Eine Abstimmung wird frühestens für April erwartet.

"Privilegierte Partnerschaft" auch in Deutschland umstritten

Eine EU-Mitgliedschaft der Türkei hat in Deutschland nicht nur in der Opposition Anhänger. Merkels Parteifreund, Ruprecht Polenz, der dem Auswärtigen Ausschuss im Bundestag vorsitzt, warb für einen EU-Beitritt der Türkei. In einem Zeitungsinterview sagte er: "Es wäre besser, die Türkei in der Europäischen Union zu haben – aber nur eine Türkei, die die EU-Kriterien erfüllt, nicht nur nach Buchstaben, sondern in Wort und Tat. Grünen-Chefin Claudia Roth forderte Merkel erneut auf, sich für einen EU-Beitritt der Türkei einzusetzen.

Quelle: http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5409090,00.html

 
Gula-EvineDatum: Montag, 29.03.2010, 21.16.43 | Nachricht # 2
Suchende/r
Gruppe: Administratoren
Nachrichten: 93
Status: Offline
Soll sich doch "Deutschland" für dumm verkaufen!
 
kurd-forumDatum: Donnerstag, 08.04.2010, 23.08.42 | Nachricht # 3
Admin
Gruppe: Administratoren
Nachrichten: 405
Status: Offline
Mal sehen wann enlich jemand auf die Idee kommt und
kurdische Schulen in Deutschland eröffnet biggrin biggrin biggrin biggrin


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